Sascha Wostry 6 min Lesezeit

Not macht erfinderisch - Digitalisie­rungs­schub Corona

Not macht ja bekannterweise erfinderisch. Was noch vor wenigen Wochen als nicht praktikabel abgelehnt wurde, haben Unternehmen in Rekordzeit umgesetzt. Aus der Not heraus mussten sich diese mit Themen wie Kommunikation, Zusammenarbeit, Vertrieb und Datenmanagement auseinandersetzen (und Mitarbeiter mit Problemen wie schlechter Internetverbindung oder dem Mikrofon des Gesprächspartners...).

 

Relevante Informationen teilen und gemeinsam handeln

Jetzt gilt es die spontan eingeführten Lösungen richtig zu implementieren und intelligent zu nutzen. Was ich mit richtig meine?

Nehmen wir als Beispiel Microsoft Teams. Dieses Tool wurde vielfach in Unternehmen mit dem Zweck der Kommunikation in Teams oder das Abhalten von virtuellen Meetings eingeführt und wird auch in Zukunft dafür eingesetzt. Scheu und Vorbehalte wurden abgebaut und so mancher Mitarbeiter ist offen für Neues.

Aber ist man als Unternehmen dadurch in der digitalen Kommunikation angelangt und hat das Tool ausgeschöpft? Eher nicht. Denn MS Teams bietet mehr für seine Nutzer neben der Planung und Durchführung von einfachen Meetings.

Wie wäre es damit, dafür zu sorgen, dass für alle Mitarbeiter aktuelle Daten Ihrer Projekte verfügbar sind und das am besten automatisch sobald jemand einem Projekt zugeordnet wurde? Oder wenn Sie und Ihre Kollegen und Mitarbeiter wüssten wer wann an welchem Projekt arbeitet und Aufgaben schnell und einfach untereinander verteilt werden könnten?

Vernetzen Sie sich mit Ihren Kunden und Lieferanten. Nervige E-Mail Flut kann leicht vermieden werden und gleichzeitig die Transparenz in Gesprächen erhöht werden. Ärgern Sie sich nicht mehr darüber, dass Sie eine Mail nicht mehr in Ihrem Postfach finden.

 

Warum bin ich im Büro?

by David Sutter-6353

Ein ganz anderes Thema ist die Frage, warum ich als Mitarbeiter überhaupt im Büro sein muss? Die letzten Wochen haben gezeigt, dass viele Arbeiten auch im Homeoffice oder von Unterwegs erledigt werden können und so mancher hat sich damit auch angefreundet.

Muss für jeden Mitarbeiter ein vollwertiger Arbeitsplatz im Unternehmen vorhanden sein, oder könnte der neu gewonnene Platz nicht anders genutzt werden? Das Büro zum Ort der Kreativität, des Erfolge Feierns oder für das Arbeiten an spannenden Projektstrategien werden? Stichwort flexibler Arbeitsplatz!

 

Die digitale Welt kennt keine Uhr.

Durch den Wegfall der Geschäftslokale wurden Unternehmen gezwungen sich mit digitalen Vertriebs- und Marketingkanälen intensiver zu beschäftigen. Bisher waren viele Unternehmen daran gewohnt mit Ihren Kunden direkt in Kontakt treten zu können. Wie kann ich abseits von Telefonaten und E-Mails auf meine Kundenanfragen reagieren und wo finde ich überhaupt meine Kunden im World Wide Web? Reicht es auf der Unternehmens-Facebook Seite einen Link zu teilen, um Produkte zu verkaufen?

Digitales Marketing ist mehr als das Schalten von Anzeigen oder das Teilen von Blogseiten in sozialen Medien. Zielgruppen finden und Dialogmarketing ist angesagt.

Oder drehen Sie den Spieß um und starten sie mit Inbound Marketing. Inbound bedeutet hierbei so viel wie: Nicht wir als Unternehmen suchen den Kunden, sondern wir sorgen dafür, dass der Kunde das Unternehmen findet. Das wiederum setzt voraus, dass Inhalte ordentlich aufbereitet und zielgerichtet beworben werden. Das schöne am digitalen Vertrieb? Er arbeitet rund um die Uhr und richtig konfiguriert auch fast wie von selbst.

 

Nur weil es digital ist, ist es nicht besser

Doch eine der größten Herausforderungen bleibt uns auch im digitalen nicht verborgen, sondern wird noch stärker fassbar: Verantwortlichkeiten. Mit dem Einzug der Digitalisierung in Unternehmen wird oftmals der Mangel an Struktur und Prozessen aufgezeigt. Wer ist wann für was zuständig und warum eigentlich?

Nehmen Sie sich die Zeit bei Prozessumstellungen diese zu hinterfragen, denn wenn wir digital werden, sollten wir es auch richtig machen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Und noch wichtiger: Nehmen Sie alle auf diese Reise mit. Führen Sie sinnvolle Verantwortlichkeiten zusammen und erstellen Sie gemeinsam Guidelines für Ihre neuen Prozesse und Strategien. Machen Sie nicht den klassischen „für mich ist alles klar“ Fehler. Denn dies gilt leider nicht für jeden. Jetzt gilt es die Balance zwischen nachvollziehbarer Dokumentation und Information-Overflow zu finden.

 

Gerne helfen wir Ihnen beim Durchstarten oder Perfektionieren Ihrer digitalen Strategie oder mit spannenden Workshops dafür zu sorgen, dass Ihre Kollegen an einem Strang ziehen.

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Ihr Ansprechpartner:

Sascha Wostry

Unternehmensberater. Prozessoptimierer. Digital Marketing Experte.

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